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Wanderung ins KohlbachtalWenn auch das eigenständige Amt Tourenwart/-wartin (oder Tourenwärterin ?) im SCR so nicht mehr existiert, gewandert wird trotzdem. Die Anfahrt am 3. Juli 2003 war nicht weit, obwohl die 13 Wanderfreundinnen und -freunde später doch Bremen sehen konnten. Also, das Kohlbachtal mit seinen Höhenwegen war das Ziel: Kranlucken, zwischen Roß-, Schleid- und Spielberg gelegen, sonntäglich ruhig, nur vom schmucken Gotteshaus her festliche Lieder, ein idealer Ausgangs- und Einkehrort. Von da hinauf am neugestalteten Friedhof vorbei, an Stätten gelebter Frömmigkeit verweilend, zum Wanderweg, der zur sogenannten Frühstücksbuche führt.
Die etwas abseits der Route gelegene Geisaer Waldhütte mit ihrem bemerkenswerten "Baumlehrpfad" war die vorerst letzte kultivierte Behausung. Aber wir sind alle heile angekommen auf der Höhe zwischen Sachsenburg, Hoher Stern und Lenders. Selbst der Wanderführer war verblüfft, dass irgendjemand die Wasserkuppe so verschoben hatte, das sein gesamtes Ortungsystem durcheinander geriet. Hinab nach Gerstengrund, der wohl kleinsten selbständigen Gemeinde Deutschlands mit "Rathaus", schmucker Kirche und Stahl-Kampanille in Richtung - natürlich aufwärts - Roßberg.
Unser Ziel Kanzel und Pirschhaus blieb Empfehlung für eigene Erkundung, da der Schrittzähler der tapferen Rosel V. schon stark auf 16 km zuging. Unvergleichliche Panoramen bekannter Rhönberge im W und NW verkürzten uns den Abstieg zum über tausendjährigen Zitters. Hinweise und Erklärungen in dem frisch renovierten Kirchlein lassen noch in der Geschichte Ruhendes und Unbekanntes erahnen. Auch die hier zahlreichen Zeichen der Volksfrömmigkeit in und um den Ort herum zeigen Halt in vergangener Zeit. Die Sonne meinte es den ganzen Tag über gut; aber was zuviel ist ....... Die Forellen am und im Kohlbach hatten es da besser. Doch bald auch wir !
Die Kirche in Kranlucken brachte Kühle und auch in ihrer Geschichte die besondere Verbindung zu Fulda und Petersberg. Was Wunder, daß im Goldenen Stern bei Familie Schuchard nicht nur Trinken und Essen stimmten, sondern auch die Einschätzung für einen erlebnisreichen Sonntag.
Johanna und Hilmar Happel
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